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Nachhaltigkeitszertifikate für Gebäude

Facility Management: Organisationsentwicklung » Normen » Nachhaltigkeitszertifikate

Nachhaltigkeitszertifikate Umwelt und Energieeffizienz Standards für Gebäude und Facility Management

Warum Nachhaltigkeitszertifikate im Facility Management wichtig sind

Nachhaltigkeitszertifikate für Gebäude übersetzen abstrakte Nachhaltigkeitsziele – wie Umwelt‑ und Klimaschutz, soziale Verantwortung und wirtschaftliche Effizienz – in strukturierte, überprüfbare und vergleichbare Leistungsanforderungen für den Gebäudebetrieb. Für das Facility Management (FM) wirken diese Zertifizierungssysteme als Transformations‑ und Managementinstrumente. Das DGNB‑System betont, dass relevante Informationen über Gebäudeeigenschaften, Nutzungssituation und tatsächlichen Verbrauch systematisch ausgewertet werden, um Transparenz zu schaffen, Optimierungspotenziale zu erkennen und Risiken zu reduzieren. Zertifikate verknüpfen operative Tätigkeiten wie Energieverbrauch, Wartung, Reinigung, Nutzkomfort und Dokumentation mit langfristigen ESG‑Zielen, gesetzlichen Anforderungen und den Erwartungen von Eigentümern und Nutzenden. Indem sie nachvollziehbare Leistungskennzahlen vorgeben, unterstützen sie das FM bei der Messung von Nachhaltigkeitsleistungen, erleichtern ein transparentes Reporting und ermöglichen eine systematische Verbesserung des Gebäudebetriebs über den gesamten Lebenszyklus.

Bedeutung für die Umsetzung von ESG‑Zielen in der operativen Praxis

Zertifizierungssysteme wie DGNB, BREEAM, LEED, BNB und die GEFMA‑Richtlinie 160 übersetzen strategische Nachhaltigkeits‑ und ESG‑Vorgaben in konkrete operative Anforderungen, die das Facility Management umsetzen, überwachen und dokumentieren kann. Das DGNB‑System definiert Kriterien für ökologische, ökonomische, soziokulturelle und funktionale Qualitäten und verankert sie im Plan‑Do‑Check‑Act‑Zyklus (PDCA): Ziele werden festgelegt, Messdaten erhoben, analysiert und anschließend Optimierungsmaßnahmen definiert. Die GEFMA‑160‑Systematik basiert auf 25 objektiv beschriebenen Kriterien aus den Bereichen Energie‑, Wasser‑ und Abfallmanagement, Kostenmanagement, Nutzerzufriedenheit, Beschwerdemanagement, Rechtssicherheit, Innenraumluft‑ und Trinkwasserqualität, Betriebssicherheit, Arbeitsschutz, Betriebskonzept, Personal und Beschaffung. BNB setzt bei öffentlichen Bauvorhaben auf messbare und überprüfbare Kriterien mit klar definierten Ziel‑, Referenz‑ und Schwellenwerten; die Bewertung erfolgt nach systematisch gewichteten Kriterienprofilen. Solche Systeme übersetzen ESG‑Programme und Unternehmensziele in nachvollziehbare Handlungsvorgaben, die FM‑Teams in ihrer täglichen Arbeit berücksichtigen können.

Bedeutung für die strukturierte Leistungsmessung

Zertifizierungen bieten ein systematisches Mess‑ und Vergleichsinstrument. Sie definieren konkrete Kriterien, Indikatoren und Bewertungslogiken sowie wiederholbare Evaluationszyklen. Das DGNB‑System verwendet den PDCA‑Prozess zur kontinuierlichen Verbesserung und verpflichtet zu regelmäßiger Rezertifizierung. BREEAM unterscheidet zwischen der „Qualität des Gebäudes“ und der „Qualität des Gebäudebetriebs“; beide werden anhand definierter Umweltkategorien bewertet und erlauben Best‑Practice‑Vergleiche sowie die Identifikation von Optimierungspotenzialen. Die GEFMA‑160‑Bewertung stellt die Leistungen der Facility‑Services auf einer Skala von 0 bis 100 % dar und ermöglicht so die Vergleichbarkeit über verschiedene Objekte. Solche Systeme schaffen Transparenz über den Zustand und die Performance von Gebäuden, standardisieren die Datenerhebung und ermöglichen Benchmarking innerhalb von Portfolios und gegenüber Marktreferenzen.

Bedeutung für Energie‑ und Ressourceneffizienz

Zertifizierungssysteme legen großen Wert auf Energie‑ und Ressourceneffizienz. BREEAM fördert die Reduktion des Betriebsenergieverbrauchs durch Anerkennung von Gebäuden, die weniger Energie verbrauchen und weniger CO₂‑Emissionen erzeugen; es bewertet Energieeffizienz der Gebäudehülle, die technische Ausstattung und die Fähigkeit zur Nutzung erneuerbarer Energien. Die Kategorie „Wasser“ unterstützt eine nachhaltige Wassernutzung durch gezielte Reduktion des Trinkwasserverbrauchs und Minimierung von Leckagen. Die Kategorie „Materialien“ ermutigt Nutzer, Ressourcenverbrauch und Abfall im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu betrachten. LEED bewertet Gebäude unter anderem anhand der Kriterien „Wassereffizienz“, „Energie und Atmosphäre“, „Materialien und Ressourcen“ sowie „Innenraumqualität“. GEFMA 160 verlangt Energie‑, Wasser‑ und Abfallmanagement als zentrale Kriterien, und die e Gebäudebetriebsverordnung (GEG) verpflichtet zu energetischen Inspektionen von Klima‑ und Lüftungsanlagen, die nicht nur gesetzliche Anforderungen erfüllen, sondern auch Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen ermöglichen. Die DGNB‑Zertifizierung benennt Vorteile wie optimierte Stoffströme, Kosteneinsparung und Klimaneutralität. Für das FM schaffen diese Vorgaben ein strukturiertes Controlling von Betriebskosten und Umweltwirkungen.

Bedeutung für Emissions‑ und Klimaziele

Viele Zertifikate unterstützen das FM dabei, Betriebsprozesse mit Dekarbonisierungs‑ und Klimaschutzzielen zu verknüpfen. Die BREEAM‑Kategorie „Widerstandsfähigkeit“ regt an, klimabedingte Risiken proaktiv zu betrachten, damit deren Auswirkungen minimiert und schnelle Schadensbehebung sichergestellt werden kann. BREEAM fördert auch den Zugang zu nachhaltigen Verkehrsmitteln und die Reduktion von CO₂‑Emissionen durch verbesserten Transport. Die DGNB‑Zertifizierung hebt den Beitrag des FM zu Klimaneutralität und der Reduktion von Treibhausgasemissionen hervor. GEFMA 160 hat seit 2024 ein eigenständiges Kriterium Carbon Management, das Strategien zur Reduzierung von CO₂‑Emissionen durch Energieeffizienz, erneuerbare Energien, optimierte Gebäudeautomation, nachhaltige Beschaffung und Abfallmanagement umfasst. Das FM kann dadurch konkret zum Klimaschutz beitragen und regulatorische Anforderungen erfüllen.

Bedeutung für die Qualität des Innenraumklimas

Zertifizierungen berücksichtigen die Gesundheit und den Komfort der Nutzer. Die BREEAM‑Kategorie „Gesundheit und Wohlbefinden“ fördert intern wie extern die Gesundheit, Sicherheit, den Komfort und die einfache Zugänglichkeit für Gebäudenutzer. LEED bewertet die „Innenraumqualität“ und fordert Strategien zur verbesserten Luftqualität, Beleuchtung und Akustik. Die GEFMA‑160‑Kriterien umfassen Nutzerzufriedenheit, Beschwerdemanagement, Innenraumluft‑ und Trinkwasserqualität, Gebäudesicherheit und Arbeitsschutz. Die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) verlangt, dass Arbeitsräume mit ausreichendem Tages‑ oder Kunstlicht ausgestattet sind, um Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten zu gewährleisten; sie fordert gesundheitlich zuträgliche Raumtemperaturen, ausreichende Frischluftzufuhr und funktionsfähige Lüftungsanlagen sowie Maßnahmen zur Vermeidung übermäßiger Lärmbelastung. Die VDI‑Richtlinie 6022 verlangt regelmäßige Hygienekontrollen von Lüftungs‑ und Klimaanlagen (alle zwei Jahre bei Anlagen mit Befeuchter, alle drei Jahre ohne), um hygienisch einwandfreie Luft zu gewährleisten. FM‑Teams müssen diese Anforderungen bei der Betriebsführung, Wartung und Reinigung berücksichtigen, um gesundheitlich einwandfreie Innenräume sicherzustellen.

Bedeutung für soziale Nachhaltigkeit

Zertifikate fördern soziale und inklusiv nutzbare Gebäude. Das DGNB‑Kriterium „Barrierefreiheit“ (SOC2.1) verlangt eine gebäudeweite Zugänglichkeit für Menschen mit motorischen, sensorischen oder kognitiven Einschränkungen. Die frühzeitige Integration barrierefreier Planung vermeidet teure Anpassungen, erhöht die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit von Gebäuden und ist zugleich Ausschlusskriterium für die DGNB‑Zertifizierung. BREEAM berücksichtigt soziale Aspekte in der Kategorie „Management“, indem nachhaltige Managementpraktiken, gute Nutzerführung und Feedback‑Schleifen gefördert werden. GEFMA 160 fordert Beschwerdemanagement, Nutzerzufriedenheit und rechtssicheren Betrieb. Für das FM bedeutet dies, die Nutzungsmöglichkeiten für alle Bevölkerungsgruppen sicherzustellen und eine sozial verantwortliche Bewirtschaftung zu gewährleisten.

Bedeutung für den langfristigen Asset‑Wert

Zertifizierte Gebäude gelten am Markt als hochwertige, werterhaltende und risikoarme Anlagen. Laut DGNB‑System führt nachhaltiger Betrieb zu Kosteneinsparungen, optimierten Stoffströmen, höherer Nutzerzufriedenheit und einem Schutz vor Wertverlust, wodurch das Asset über den Lebenszyklus attraktiver bleibt. BREEAM unterstreicht in der Kategorie „Widerstandsfähigkeit“, dass klimabedingte Risiken analysiert und minimiert werden, um langfristige Schäden und Betriebsstörungen zu vermeiden. Ein professionelles FM, das Zertifikatsanforderungen einhält, reduziert Betriebsrisiken, erhöht die technische Zuverlässigkeit und unterstützt Eigentümer und Investoren bei der langfristigen Strategieentwicklung.

Bedeutung für Sanierungs‑ und Investitionsentscheidungen

Zertifizierungssysteme liefern einen strukturierten Rahmen, um Sanierungs‑ und Investitionsmaßnahmen zu priorisieren. BNB bewertet alle relevanten Aspekte des Gebäudes anhand gewichteter Kriterien und verlangt, dass bereits zu Projektbeginn Nachhaltigkeitsziele gesetzt werden. DGNB ermöglicht eine Portfoliobewertung; nach einem Basisaudit kann der Betreiber jährliche Verbrauchsdaten einreichen, um den Zertifikatsstatus aufrechtzuerhalten oder zu verbessern, wodurch langfristige Investitionsentscheidungen mit Nachhaltigkeitskriterien verknüpft werden. Solche Regelungen helfen FM‑Verantwortlichen, begrenzte Ressourcen auf Maßnahmen zu konzentrieren, die den größten Einfluss auf ökologische, ökonomische oder soziale Leistungsindikatoren haben.

Bedeutung für glaubwürdiges Nachhaltigkeitsreporting

Zertifizierungen unterstützen überprüfbare Nachhaltigkeitsaussagen. Sie verlangen definierte Nachweise, externe Bewertungen und standardisierte Bewertungskriterien. Das DGNB‑System macht die Leistungsfähigkeit von Gebäuden und Prozessen transparent und dient als Grundlage für CSR‑Berichte. GEFMA 160 dokumentiert die Nachhaltigkeit von Facility‑Services und zeigt Optimierungspotenziale auf, wodurch Eigentümer und Mieter die Ressourceneffizienz nachvollziehen können. BREEAM fordert das Sammeln, Analysieren und Austauschen von Daten, damit Eigentümer und Investoren ein gemeinsames Verständnis für die Leistungsfähigkeit ihrer Gebäude entwickeln und Bereiche mit hohem Verbesserungspotenzial identifizieren können. Die europäischen CSR‑Berichtspflichten (CSR‑Richtlinie‑Umsetzungsgesetz) verpflichten große Unternehmen, jährlich eine nichtfinanzielle Erklärung zu Umwelt‑, Arbeitnehmer‑, Sozial‑, Menschenrechts‑ und Korruptionsaspekten abzugeben; sie müssen das angewandte Konzept, die erzielten Ergebnisse und die Risiken darstellen. Zertifikate liefern hierbei strukturierte Grundlagen und glaubwürdige Kennzahlen.

Bedeutung für interne und externe Audits

Zertifikate erleichtern interne und externe Prüfungen. DGNB‑Zertifikate gelten drei Jahre; innerhalb dieses Zeitraums müssen jährliche Daten eingereicht werden, damit Auditoren Verbesserungen nachvollziehen können. Die VDI‑Richtlinie 6022 verpflichtet Betreiber von Lüftungs‑ und Klimaanlagen zu regelmäßigen Hygieneinspektionen (alle zwei bzw. drei Jahre), was im Rahmen von Zertifizierungsprozessen dokumentiert wird. Das GEG verlangt energetische Inspektionen von Klimaanlagen; das GEFMA‑Leitfaden 124‑5 betont, dass solche Inspektionen nicht nur Rechtsvorgaben erfüllen, sondern auch Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen. Die strukturierte Dokumentation der Betriebsergebnisse – etwa Energieverbräuche, Wartungsprotokolle und Verbesserungsmaßnahmen – erleichtert Auditoren die Prüfung der Rechtskonformität und der kontinuierlichen Verbesserung.

Bedeutung für die Ausrichtung von Dienstleistern auf Nachhaltigkeitsziele

Zertifikatskriterien können als Leistungsbeschreibungen und Vergabegrundlagen für externe Dienstleister verwendet werden. GEFMA 160 formuliert detaillierte Anforderungen an FM‑Organisation und ‑Services, darunter Betriebsstrategie, Dokumentation, Berichterstattung, Personal, Beschaffung, Reinigung, Flächenmanagement, Wartung und Außenanlagen. Diese Kriterien lassen sich in Ausschreibungen übertragen, um sicherzustellen, dass beauftragte Dienstleister Energie‑, Wasser‑ und Abfallmanagement, Arbeitsschutz, Nutzerzufriedenheit und Compliance‑Anforderungen erfüllen. Auch BREEAM verlangt nachhaltige Managementpraktiken und Feedback‑Schleifen, was sich in Vertragsklauseln abbilden lässt. So können FM‑Verantwortliche Nachhaltigkeitsanforderungen in Verträge integrieren und deren Einhaltung durch Messungen und Dokumentation überprüfen.

Bedeutung für Vergleichbarkeit und Benchmarking

Zertifizierte Gebäude ermöglichen leistungsbasierte Vergleiche innerhalb des Portfolios und mit dem Markt. BREEAM fordert die Festlegung von Leistungskennzahlen (KPI) für Energie, Wasser, Abfall und Treibhausgase und unterstützt Nutzer dabei, die Performance ihrer Gebäude zu verstehen und einzelne Objekte miteinander zu vergleichen. Die GEFMA‑Bewertungsskala erlaubt eine objektive Einstufung von Facility‑Services. Solche Benchmarks liefern Entscheidungsgrundlagen für die Allokation von Budgetmitteln, die Optimierung von Betriebsprozessen und die Auswahl von Dienstleistern.

Wichtige Nachhaltigkeitszertifizierungssysteme und ihre Bedeutung für das Facility Management (Übersichtstabelle)

Zertifizierungssystem

Primärer Fokus

Bedeutung für das Facility Management

DGNB

Ganzheitliche Nachhaltigkeit: Umwelt, Wirtschaft, soziokulturelle/ funktionale Qualität, Technik, Prozesse, Standort.

Das DGNB‑System fungiert als Transformations‑ und Managementinstrument für den Betrieb; es nutzt den PDCA‑Zyklus und deckt alle operativen Aspekte ab. Es ermöglicht Transparenz, optimierte Ressourcennutzung, Kosteneinsparung und langfristigen Werterhalt. Rezertifizierungen sorgen für kontinuierliche Verbesserung und Audit‑Bereitschaft.

BREEAM

Umweltleistung und Managementprozesse: Kategorien wie Management, Gesundheit und Wohlbefinden, Energie, Transport, Wasser, Materialien, Widerstandsfähigkeit, Ökologie und Emissionen.

BREEAM unterscheidet zwischen Qualität des Gebäudes und Qualität des Betriebs. Die Kategorien fördern nachhaltige Betriebspraktiken, Energie‑ und Wassereffizienz, Nutzerkomfort und Klimaanpassung. Das System unterstützt die Festlegung von KPIs, Benchmarking, Datenanalyse und kontinuierliche Verbesserung.

LEED

Energie, Wasser, Materialien, Innenraumqualität, Innovation und Designprozess.

LEED ist ein international anerkanntes System; es vergibt Punkte für einzelne Kriterien und bewertet alle Lebenszyklusphasen. Für FM bietet LEED klare Anforderungen zur Energie‑ und Wassereffizienz, zum Materialeinsatz und zur Innenraumqualität sowie ein Bewertungssystem mit den Stufen Zertifiziert, Silber, Gold und Platin.

BNB

Nachhaltiges Bauen für öffentliche Gebäude: Bewertet ökologische, ökonomische, soziokulturelle, technische, prozessuale und Standortaspekte mit messbaren Ziel‑, Referenz‑ und Schwellenwerten.

BNB liefert dem FM ein strukturiertes Beurteilungssystem für Bau‑ und Betriebsprojekte im öffentlichen Sektor. Es zwingt zur Zieldefinition bei Projektstart, legt Bewertungsmaßstäbe fest und priorisiert Maßnahmen basierend auf Nachhaltigkeitsauswirkungen.

Bedeutung für strukturierte Verbesserungszyklen

Zertifizierungssysteme verpflichten zu regelmäßigen Überprüfungen und Rezertifizierungen, wodurch ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess verankert wird. Der DGNB‑PDCA‑Zyklus fordert, Ziele zu formulieren, Maßnahmen umzusetzen, Daten zu messen und zu analysieren sowie Optimierungsmaßnahmen abzuleiten. BREEAM verlangt eine laufende Bewertung des Gebäudebetriebs, um Leistungsniveaus zu erarbeiten und fundierte Managemententscheidungen zu treffen; dies unterstützt die kontinuierliche Verbesserung. GEFMA 160 nutzt den PDCA‑Prozess, um Leistungskennzahlen zu ermitteln und Optimierungspotenziale aufzudecken. Durch regelmässiges Monitoring und Rezertifizierung bleiben Nachhaltigkeitsanstrengungen keine einmalige Aktion, sondern werden zum Teil des operativen Managements.

Bedeutung für organisatorisches Lernen

Die Anwendung von Zertifizierungssystemen schafft Feedback‑Schleifen zwischen Leistungsdaten, operativen Maßnahmen und Managemententscheidungen. BREEAM betont den Nutzen der Datenerhebung und ‑analyse, um ein gemeinsames Verständnis der Gebäudeleistung zu entwickeln und Bereiche mit hohem Verbesserungspotenzial zu identifizieren. DGNB und GEFMA fördern den Austausch zwischen Auditoren, FM‑Mitarbeitenden und Eigentümern, wodurch Best Practices identifiziert und interne Prozesse verbessert werden. Zertifikate erhöhen damit das Wissen und die Fähigkeiten der FM‑Teams und tragen zu einer lernenden Organisation bei.

Die Bedeutung von Nachhaltigkeitszertifikaten im Facility Management

Nachhaltigkeitszertifikate liefern dem Facility Management einen strukturierten, transparenten und glaubwürdigen Rahmen für einen nachhaltigen Gebäudebetrieb. Sie übersetzen ESG‑Ziele und gesetzliche Anforderungen in konkrete operative Vorgaben, definierte Kriterien und messbare Leistungsindikatoren. Zertifikate unterstützen das FM bei der Steuerung der Umweltleistung durch Energie‑, Wasser‑ und Materialeffizienz, bei der Verbesserung von Gesundheit und Komfort der Nutzenden, beim langfristigen Werterhalt von Immobilien sowie bei der Erfüllung von Berichtspflichten und Audit‑Anforderungen. Durch die Integration in Beschaffungsprozesse und die Bewertung von Dienstleistern stellen sie sicher, dass Nachhaltigkeit entlang der gesamten Dienstleistungskette verankert wird. Schließlich fördern sie einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess und organisationales Lernen, indem sie regelmäßige Überprüfungen, Datensammlung und Feedback‑Schleifen verlangen. Insgesamt ermöglichen Nachhaltigkeitszertifikate dem Facility Management, Gebäude verantwortungsvoll, effizient und zukunftsorientiert über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu betreiben.