ISO/TR 41013:2017-07 Facility Management - Regelungsbereich, wichtige Konzepte und Nutzen
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ISO/TR 41013:2017 – Grundlagen, Umfang und strategischer Beitrag des Facility Managements
ISO/TR 41013:2017 ist ein Technischer Standard innerhalb der ISO 41000-Familie, der einen Überblick über das Facility Management (FM) gibt und dessen Umfang, Schlüsselkonzepte und Nutzen darstellt. Er bietet einen Kontext für die Verwendung der in ISO 41011 definierten Begriffe. Anstatt Anforderungen vorzugeben, hilft dieser Bericht Organisationen zu verstehen, wie FM mit dem Kerngeschäft zusammenhängt, wie unterstützende Prozesse identifiziert und dem FM zugeordnet werden, und wie FM zu Produktivität, zum Wohlergehen von Menschen, zur Risikominderung, zur Nachhaltigkeit, zur Organisationsidentität sowie zu einem ausgewogenen Verhältnis von Kosten und Qualität beiträgt. Diese Norm dient als grundlegende Referenz, um Facility Management und FM-Funktionen innerhalb formaler Governance-Strukturen und Managementsysteme zu organisieren und einzubetten.
Normierte Facility-Management-Terminologie nach ISO
- Anwendungsbereich
- Normative Verweisungen
- Begriffe und Definitionen
- Umfang des Facility Managements
- Geschäftsprozessorientierte
- Schlüsselkonzepte im Facility Management
- Nutzen des Facility Managements
Anwendungsbereich
Dieser Abschnitt definiert den Gegenstand und die Abgrenzungen von ISO/TR 41013:2017. Diese weltweite Norm behandelt Facility Management aus einer prozessorientierten Perspektive und erläutert, wie FM innerhalb von Organisationen positioniert ist und wie es die primären Geschäftsaktivitäten unterstützt. Er konzentriert sich auf allgemeine FM-Konzepte und den Nutzen des FM, anstatt konkrete betriebliche Anleitungen oder Leistungsanforderungen vorzugeben. Der Anwendungsbereich stellt klar, dass das Dokument als Leitfaden gedacht ist – anwendbar auf Organisationen verschiedener Größe und Branchen – und nicht für Zertifizierungszwecke oder Konformitätsbewertungen vorgesehen ist.
Normative Verweisungen
Dieser Abschnitt nennt die zitierten Normen und Dokumente, die für das Verständnis und die korrekte Anwendung von ISO/TR 41013:2017 erforderlich sind. Diese Referenzen liefern die begriffliche und konzeptionelle Grundlage des Berichts und stellen sicher, dass er im Einklang mit dem übergeordneten ISO-Rahmenwerk für Facility Management steht. Dadurch wird eine einheitliche Interpretation der FM-bezogenen Begriffe und Grundsätze gewährleistet. In der praktischen FM-Anwendung unterstützen diese Verweisungen die Konsistenz über verschiedene Richtlinien, Managementsysteme und FM-Dokumentationen hinweg.
Begriffe und Definitionen
Dieser Abschnitt legt die im Dokument verwendete Terminologie fest. Die definierten Begriffe gewährleisten eine gemeinsame, konsistente Sprache für das Facility Management, für Geschäftsprozesse, Unterstützungsprozesse und organisatorische Rollen. Dieses einheitliche Vokabular ist unerlässlich für eine effektive Governance, die Kommunikation zwischen den Stakeholdern und eine strukturierte Gestaltung der FM-Prozesse. In einer formalen FM-Umgebung finden sich diese Begriffe typischerweise in FM-Politiken, Leistungsbeschreibungen und Managementdokumentationen wieder, was konsistente Verständnisse und klare Zuständigkeiten fördert.
Umfang des Facility Managements
Dieser Abschnitt erläutert, wie Facility Management innerhalb einer Organisation verankert ist. Facility Management wird als unterstützende Funktion beschrieben, die das Kerngeschäft ermöglicht, indem sie Gebäude, Services und unterstützende Prozesse koordiniert und steuert. Der Umfang des FM wird durch den organisatorischen Kontext, die Geschäftsstrategie und die bestehenden Governance-Strukturen festgelegt. Der Abschnitt betont die Bedeutung, die Grenzen des FM klar zu definieren – einschließlich Verantwortlichkeiten und Schnittstellen zu anderen Funktionsbereichen – um Überschneidungen oder Lücken in Zuständigkeiten zu vermeiden. Ein eindeutig abgegrenzter FM-Aufgabenbereich unterstützt eine wirkungsvolle Governance, eine klare Strukturierung der Services und ein zielgerichtetes Leistungsmanagement.
Dieser Abschnitt beleuchtet die konzeptionellen Grundlagen, um FM im Kontext der Geschäftsprozesse einer Organisation zu verstehen.
Geschäftsprozess: Ein Geschäftsprozess wird als strukturierte Abfolge von Aktivitäten mit definierten Eingaben, Ergebnissen, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen gesehen. Das Verständnis der Geschäftsprozesse ist grundlegend, um FM innerhalb der Organisation richtig einzuordnen und auf die Geschäftsbedürfnisse abzustimmen.
Kerngeschäft und Unterstützungsprozesse: Es wird klar zwischen dem Kerngeschäft (den primären Aktivitäten, die den unmittelbaren Wert für die Organisation schaffen) und den Unterstützungsprozessen unterschieden, die diese primären Aktivitäten ermöglichen. Facility Management bewegt sich im Bereich dieser unterstützenden Prozesse. Jede Organisation legt für sich fest, wie die Schnittstelle zwischen den gebäudebezogenen Unterstützungsprozessen und den Kernaktivitäten aussieht, und überprüft diese Abgrenzung regelmäßig, wenn sich Anforderungen oder Rahmenbedingungen verändern.
Zuordnung von Unterstützungsprozessen zum FM: Hier wird erläutert, wie bestimmte Unterstützungsprozesse dem Facility Management zugeordnet werden. Welche Sekundärprozesse vom FM übernommen werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. von der Anlagen- und Immobilienintensität des Unternehmens (also wie stark das Geschäft von Gebäuden und technischen Anlagen abhängt), den Anforderungen an Verfügbarkeiten und Kontinuität der Leistungen, der Risikobetrachtung sowie vom Einfluss auf die Nutzer (Mitarbeiter, Kunden). FM erfordert spezielle Kompetenzen und einen ganzheitlichen Ansatz, der es vom isolierten Erbringen einzelner Dienstleistungen unterscheidet. Die klare Zuordnung relevanter Unterstützungsprozesse zum FM schafft Transparenz, steigert die Effizienz und ermöglicht eine effektive Steuerung und Kontrolle dieser Prozesse.
FM-Modell
Ein FM-Modell bietet einen strukturierten Ansatz, um nachzuvollziehen, wie die Bedarfe der Organisation in FM-Leistungen umgesetzt werden und wie Serviceerbringung, Leistungskontrolle und kontinuierliche Verbesserung miteinander verknüpft sind. Weltweit existieren verschiedene FM-Modelle, doch ihnen allen ist die integrative Bereitstellung von Support-Services für das Kerngeschäft gemeinsam. Es gibt kein universelles „Standardmodell“ für die FM-Organisation; die konkrete Ausgestaltung hängt von zahlreichen Faktoren ab (z.B. geografische Gegebenheiten, unternehmensspezifische Risiken, Kritikalität bestimmter Funktionen, Verfügbarkeit externer Dienstleistungen, interne Fachkompetenz, Unternehmenskultur, Geschäftsstrategie sowie den Bedürfnissen der sogenannten Bedarfsträger bzw. Nutzerorganisation). ISO 41012 stellt eine Methodik zur Analyse dieser Einflussfaktoren bereit.
Facility Management richtet sich einerseits nach den Zielen und der langfristigen Strategie der gesamten Organisation, andererseits übersetzt es diese Vorgaben in den täglichen Service für die einzelnen Menschen – unterstützt deren Wohlbefinden, Produktivität und Arbeitsqualität. Zudem unterstützt FM die Fachabteilungen, Standorte und Geschäftsbereiche dabei, ihre Ergebnisse zu erreichen. FM agiert daher auf allen drei organisationalen Ebenen: strategisch, taktisch und operativ.
Breites Leistungsspektrum des FM und Facility Services
Facility Management umfasst und integriert ein sehr breites Spektrum an Prozessen, Dienstleistungen, Aktivitäten und physischen Ressourcen. Diese sind erforderlich, um kosteneffiziente, sichere und gesunde Arbeitsumgebungen bereitzustellen und eine effektive Erbringung der Unterstützungsleistungen sicherzustellen. Welche Leistungen zum Kerngeschäft zählen und welche als unterstützende FM-Services gelten, wird von jeder Organisation individuell entschieden. Die internationalen FM-Normen der ISO (entwickelt im Technischen Komitee 267) betonen eine klare Trennung zwischen Facility Services – also den operativen Dienstleistungen unter dem FM-Dach – und anderen isolierten Support-Leistungen, die für sich genommen noch kein integriertes FM ausmachen. Einzelne Dienste (wie z.B. Reinigung oder Hausmeisterei) können zwar in ein FM-Gesamtsystem eingebunden werden, stellen aber isoliert betrachtet kein umfassendes Facility Management dar.
Typische Facility Services umfassen unter anderem das Flächen- und Liegenschaftsmanagement (Verwaltung von Gebäuden und verschiedenen Standorten), die Betreuung von Infrastrukturen (z.B. Verkehrswege, Ver- und Entsorgungsnetze), den Betrieb und die Instandhaltung von technischen Anlagen und Systemen (von gebäudetechnischen Einrichtungen wie Klima, Licht, IT-Netzwerken bis hin zu produktionsspezifischen Maschinen), die Bereitstellung von Versorgungsleistungen (Energie, Wasser, Entsorgung usw.) sowie diverse infrastrukturelle und administrative Dienste (Sicherheits- und Wachdienst, Empfang und Besucherbetreuung, Catering/Kantine, Post- und Druckservice, Grünanlagenpflege, Winterdienst, Fuhrparkmanagement, Veranstaltungsmanagement etc.). Ebenso zählen nutzerorientierte Services für Mitarbeiter und Gäste dazu – Leistungen, die all diese Ressourcen für die Organisation erst produktiv nutzbar machen und ihre Funktionsfähigkeit erhalten.
Im FM-Verständnis gilt eine Facility als eine Gesamtheit von errichteten oder installierten Objekten (Assets), die den Bedürfnissen einer Organisation oder von Personen dient. Ein einzelnes Asset (etwa ein Fahrzeug oder eine Maschine) wird für sich genommen noch nicht als Facility im FM-Sinne betrachtet, ebenso wenig ein nicht errichtetes Objekt (z.B. ein naturbelassenes Gelände). Die Anwendung von FM ist dabei nicht auf Gebäude beschränkt – FM-Methoden lassen sich prinzipiell auch auf andere komplexe Einrichtungen anwenden (etwa auf große technische Anlagen wie beispielsweise ein Kreuzfahrtschiff). Solche Spezialfälle verfügen allerdings in der Regel über eigene Managementdisziplinen, sofern sie sehr spezifische Anforderungen haben, die über das klassische Gebäudemanagement hinausgehen.
Allgemeiner Zweck
Das Facility Management dient dazu, die Unternehmensziele bestmöglich zu unterstützen, indem sichergestellt wird, dass die Gebäude, Flächen und unterstützenden Dienstleistungen effektiv, zuverlässig und bedarfsgerecht bereitgestellt werden. Gemäß den FM-Grundlagen soll durch FM die Qualität des Arbeitsumfelds und das Wohlbefinden der Menschen verbessert und die Produktivität des Kerngeschäfts gesteigert werden. FM sorgt dafür, dass die benötigten Ressourcen und Services in der richtigen Form, zur richtigen Zeit und in der erforderlichen Qualität und Menge verfügbar sind, damit sich die Organisation auf ihre wertschöpfenden Kernaktivitäten konzentrieren kann.
Produktivität
Facility Management trägt zur Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit des Unternehmens bei, indem es funktionale Arbeitsplätze, zuverlässige Infrastrukturen und reibungslose Abläufe sicherstellt. Da der FM-Bereich im Wettbewerb mit anderen Funktionen um begrenzte Mittel steht, muss er besonders effizient agieren und die unterstützenden Prozesse optimal integrieren. Gelingt dies, führt FM zu höherer Produktivität und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Organisation. In allen Branchen hängt der wirtschaftliche Erfolg wesentlich davon ab, dass Arbeitsumgebungen kosteneffizient gestaltet sind – FM schafft hier auf jeder Ebene einen Mehrwert in Bezug auf die Leistungsfähigkeit, Risikominimierung und Effizienz der Organisation.
Einfluss auf Menschen
Durch die Bereitstellung einer sicheren, gesunden und produktiven Arbeitsumgebung trägt FM wesentlich zur Gesundheit, Sicherheit und zum Wohlbefinden der Menschen im Unternehmen bei. Gut gestaltete und professionell bewirtschaftete Arbeitsplätze steigern die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter, was sich positiv auf die Gewinnung und Bindung von Fachkräften, die Unternehmenskultur und das Markenimage auswirkt. Darüber hinaus haben Gebäude und Anlagen auch Auswirkungen auf die Öffentlichkeit: Ihre Bewirtschaftung betrifft nicht nur die Personen, die darin arbeiten oder sie besuchen, sondern auch das Umfeld – z.B. Passanten oder Anwohner. Aspekte wie Sauberkeit, Sicherheit oder Energieeffizienz im Gebäudebetrieb prägen das öffentliche Bild der Organisation und beeinflussen eine breitere Interessengruppe, als es auf den ersten Blick scheint.
Risikominderung
Facility Management reduziert operative und strategische Risiken durch strukturierte Prozesse und Kontrollen. Im FM werden potenzielle Risiken systematisch identifiziert, ihre Ursachen analysiert und – soweit möglich – proaktiv entschärft (etwa in den Bereichen Betriebssicherheit, Arbeitsschutz, technische Anlagen oder Versorgungssicherheit). Eine Organisation kann zwar auch ohne formalisiertes FM funktionieren, geht dabei jedoch vermeidbare Risiken ein. Dazu zählen z.B. Nicht-Einhaltung gesetzlicher Vorgaben oder Auflagen (Compliance-Risiken), unnötig hohe Betriebskosten durch ineffiziente Abläufe, Produktivitätseinbußen bei den Mitarbeitern aufgrund von Störungen im Arbeitsumfeld, eine geringere Flexibilität der Organisation bei Veränderungen, stärker negative Umweltauswirkungen sowie ein erhöhtes Haftungsrisiko für die Verantwortlichen. Professionelles FM hilft, diese Risiken zu beherrschen und die Betriebskontinuität sicherzustellen.
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit ist im Facility Management zu einem zentralen Thema geworden und entwickelt sich zunehmend von einer freiwilligen Initiative zu einer verpflichtenden Praxis. Da FM ein breites Spektrum an wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Aspekten abdeckt, kann es maßgeblich zur Nachhaltigkeit einer Organisation beitragen. Mit seinem ganzheitlichen Ansatz spielt FM eine Schlüsselrolle dabei, zukünftige Anforderungen an nachhaltiges Wirtschaften zu bewältigen – z.B. durch energieeffiziente Gebäudebewirtschaftung, ressourcenschonende Betriebsführung und die Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialkriterien bei Entscheidungen. Auf strategischer Ebene bedeutet dies, die Lebenszykluskosten von Gebäuden und Anlagen im Blick zu haben: Neben den finanziellen Kosten werden auch die ökologischen und sozialen Auswirkungen und Folgekosten betrachtet. Solche ganzheitlichen Bewertungen (etwa im Rahmen von Lebenszyklusanalysen) ermöglichen nachhaltigere und langfristig kosteneffiziente Entscheidungen. Indem FM alle unterstützenden Assets mit dieser Perspektive bewirtschaftet und als verantwortliche Instanz für den gesamten Gebäudebestand agiert, stiftet es zusätzlichen Wert – sowohl für die Organisation selbst als auch für die Gesellschaft.
Ein wichtiger Aspekt der Nachhaltigkeit ist die enge Verzahnung von Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden. Oft gibt es Zielkonflikte an der Schnittstelle zwischen der Bauphase (Planung und Errichtung) und der Nutzungsphase (Betrieb und Instandhaltung): Unklare oder unvollständige Anforderungsspezifikationen, fehlende oder fehlerhafte Gebäudedaten bei der Übergabe, oder suboptimale Entscheidungen bei Materialien und Technik können dazu führen, dass ein Gebäude weniger nachhaltig ist und im Betrieb höhere Kosten verursacht. Das FM übernimmt Verantwortung dafür, dass die für das Kerngeschäft benötigten Gebäude – ob durch Anmietung, Kauf oder Neubau – nachhaltig und betriebsgerecht geplant und betrieben werden. Die Integration von Bau und Betrieb unter einer Verantwortung (wie z.B. bei Public-Private-Partnership-Modellen) wird oft als Vorteil gesehen, um die Lebenszyklusperformance zu optimieren. Neue Ansätze wie Building Information Modeling (BIM) tragen ebenfalls dazu bei, die Schnittstellenprobleme zwischen Planung und Betrieb zu verringern, unabhängig von der gewählten Organisationsform.
Identität
Facility Management beeinflusst die Identität und Wahrnehmung einer Organisation. Es berät die Unternehmensleitung, wie die bauliche Infrastruktur zur Außendarstellung beiträgt und wie das Unternehmen von außen wahrgenommen wird. FM setzt – im Einklang mit den Zielen und der Mission der Organisation – Gestaltungs- und Servicekonzepte um, die das Selbstbild der Organisation nach außen vermitteln und ein Arbeitsumfeld schaffen, in dem sich Mitarbeiter wohlfühlen. Dazu gehört auch, wie das Unternehmen seine Gäste und Kunden empfängt und versorgt. Durch ein gepflegtes, sicheres und ansprechendes Umfeld unterstützt FM die Unternehmenskultur intern und stärkt das Image des Unternehmens gegenüber Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit.
Kosten und Qualität
Entscheidungen über die Ausgestaltung von FM-Services sind stets ein Abwägen zwischen Kosten und gewünschter Qualität/Nutzen. FM hat die Aufgabe, innerhalb der Organisation Anforderungen und Ressourcen so in Einklang zu bringen, dass ein optimales Gleichgewicht zwischen den benötigten Serviceleistungen (Leistungsumfang und -niveau) und den verfügbaren Kapazitäten und Budgetmitteln erreicht wird. Um die Leistung und den Wert der Assets zu optimieren, orientiert sich FM an den ökonomischen, organisatorischen und strategischen Zielen des Unternehmens. Der wirtschaftliche Mehrwert von FM-Dienstleistungen bemisst sich daran, welches Service-Niveau die internen Kunden (Bedarfsträger) erwarten. Daher wird im FM in der Regel ein Business Case für Leistungsentscheidungen erstellt, der unter anderem Folgendes darlegt: die klare Ausrichtung der Services auf die Bedürfnisse der Organisation, ihren Beitrag zur Unternehmensstrategie, messbare Leistungskriterien und deren Einfluss auf die wichtigsten Kennzahlen des Kerngeschäfts, der Nutzen der Services für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens, eine Risikobetrachtung sowie – falls angebracht – ein konkreter Return-on-Investment-Nachweis für FM-Maßnahmen (z.B. wie eine effizientere Gebäudebewirtschaftung die Effektivität steigert). Durch diesen fundierten Planungs- und Steuerungsansatz stellt FM sicher, dass Kosten und Qualität der unterstützenden Leistungen in einem sinnvollen Verhältnis stehen und nachhaltig zum Unternehmenserfolg beitragen.
