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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Nutzeraufwand

Facility Management: Organisationsentwicklung » Grundlagen » Leistungsindikatoren » Nutzeraufwand

Kostenverlagerung erkennen

Ein Serviceportal senkt die Bearbeitungszeit im FM, verlangt den Nutzenden aber mehrere Anlagenkennungen und wiederholte Eingaben ab. Im FM-Budget erscheint eine Verbesserung, während im Kerngeschäft zusätzliche Arbeit entsteht. Eine wertorientierte Organisation betrachtet den vollständigen Nutzerweg. Dazu gehören das Finden des richtigen Zugangs, die Beschreibung des Bedarfs, Rückfragen, notwendige Anwesenheit und die Prüfung des Ergebnisses. Nicht jede Mitwirkung ist entbehrlich. Entscheidend ist, ob sie sachlich erforderlich, verständlich und mit dem Arbeitsalltag der betroffenen Menschen vereinbar ist.

Nutzeraufwand bei Serviceentscheidungen sichtbar machen

Aktive Zeit und gebundene Zeit trennen

Aktive Zeit für Eingaben oder Abstimmungen unterscheidet sich von einer Wartezeit, in der andere Aufgaben möglich bleiben. Wiederum anders ist eine Bindung, die eine Tätigkeit tatsächlich verhindert, etwa das Warten auf einen zwingend benötigten Raumzugang. Die Organisation erfasst diese Größen getrennt. Ein kalkulatorischer Stundensatz bewertet ein Potenzial, belegt aber noch keine vermiedene Zahlung. Auch darf der Aufwand einer gemeinsamen Besprechung nicht zusätzlich als identischer Einzelaufwand in mehreren Berechnungen erscheinen. Maßgeblich sind klar benannte Personen- oder Funktionsgruppen und ein nachvollziehbarer Erhebungsumfang.

Aufwandsart

Messgröße

Aussagegrenze

Aktive Mitwirkung

Minuten je vollständigem Anliegen

Nicht automatisch zahlungswirksam

Warten mit Ausweichmöglichkeit

Zeit bis zur Rückmeldung

Keine pauschale Produktivitätsrechnung

Tatsächliche Blockade

Nicht nutzbare Funktion und Dauer

Kerngeschäft bestätigt die Folge

Zugangsproblem

Abbrüche und notwendige Hilfe

Stille Nichtnutzung berücksichtigen

Nutzerwege nachvollziehbar untersuchen

Geeignet sind begleitete Durchgänge, kurze freiwillige Rückmeldungen und Stichproben vollständiger Servicefälle. Untersucht werden auch Schichtbeschäftigte, Menschen ohne regelmäßigen Computerzugang und Personen, die Unterstützung bei der Nutzung benötigen. Datenschutz und erforderliche Beteiligung werden vorab geklärt. Eine möglichst lange Beobachtung jedes einzelnen Beschäftigten liefert keinen angemessenen Mehrwert. Ausreichend ist eine belastbare Erklärung, an welchen Stellen vermeidbarer Aufwand entsteht und für welche Fallgruppen er wesentlich ist. Seltene, besonders aufwendige Fälle bleiben neben Durchschnittswerten sichtbar.

Aufwand dort vermeiden, wo er entsteht

Die Organisation vergleicht Varianten am gemeinsamen Ergebnis. Vorbelegte Angaben helfen, wenn ihre Qualität stimmt und Korrekturen möglich bleiben. Ein einziger verantwortlicher Rückmeldepunkt kann unnötige Weiterleitungen verhindern. Fachlich erforderliche Entscheidungen verbleiben bei den befugten Stellen; Nutzende übernehmen nicht nebenbei die Koordination mehrerer Auftragnehmer. Zusätzlicher FM-Aufwand wird gegen vermiedenen Nutzeraufwand und veränderte Qualität abgewogen. Ein etwas aufwendigerer Servicezugang auf FM-Seite kann insgesamt vorteilhaft sein, wenn er viele Personen zuverlässig von wiederholten Hilfstätigkeiten entlastet.

Ergebnis und Verteilung offenlegen

Der Nachweis benennt getrennt die FM-Kapazitätswirkung, die Entlastung der Nutzenden und tatsächliche finanzielle Änderungen. Zugleich wird geprüft, wer von der Verbesserung nicht erreicht wird. Eine Lösung für erfahrene Bürobeschäftigte kann mobile Teams weiterhin benachteiligen. Die Bedarfsträger bestätigen, ob die freigesetzte Zeit im Kerngeschäft nutzbar ist oder hauptsächlich die Belastung senkt. Beides kann relevant sein, darf aber nicht gleich benannt werden. Ein Service ist organisatorisch verbessert, wenn sein Gebrauchswert steigt, ohne wesentlichen Aufwand lediglich an weniger sichtbare Beteiligte abzugeben.