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GEFMA 986: White Paper Energiemanagement

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GEFMA 986: White Paper Energiemanagement

White Paper GEFMA 986 – Energiemanagement (Ausgabe 2020‑10)

Das White Paper GEFMA 986 beschreibt das Energiemanagement als unverzichtbare Betreiberaufgabe im modernen Facility Management. Steigende Energiepreise, ambitionierte Klimaziele, zahlreiche gesetzliche Vorgaben und der gesellschaftliche Druck zu nachhaltiger Entwicklung haben Energie zur strategischen Ressource erhoben. Gebäude verursachen rund ein Drittel des deutschen Endenergieverbrauchs und hohe Betriebskosten, sodass Einsparpotenziale und Effizienzgewinne erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben. Ein systematisches Energiemanagement ermöglicht eine transparente Erfassung und Analyse der Energieverbräuche, ordnet die Kosten zu, ermöglicht prädiktive Analysen und unterstützt bei der Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen. Dadurch werden Kosten und CO₂‑Emissionen gesenkt, Nutzungsanforderungen eingehalten und das Energiebewusstsein der Nutzer gestärkt.

Das White Paper richtet sich an Betreiber, Eigentümer und Facility‑Management‑Organisationen, die Energieverbräuche systematisch steuern wollen. Es ordnet das Energiemanagement als integralen Bestandteil professionellen, wirtschaftlichen und rechtskonformen Gebäudebetriebs ein und erläutert die Relevanz, den Nutzen, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie konkrete Umsetzungsschritte eines Energiemanagementsystems. Die nachfolgende Struktur bildet die Argumentationslinie des White Papers ab und eignet sich für die Integration in formale FM‑Prozesse, Betreiberorganisationen und Managementsysteme.

GEFMA 986 – White Paper Energiemanagement

Charakter des Dokuments

Das Dokument ist als praxisorientiertes White Paper konzipiert und ersetzt keine Zertifizierungsnorm. Im Gegensatz zu technischen Richtlinien oder formalisierten Managementnormen (z. B. DIN EN ISO 50001) bietet es eine kompakte, handlungsorientierte Darstellung mit Fokus auf den operativen Alltag. Es dient als Ergänzung zu bestehenden GEFMA‑Publikationen wie der Richtlinie 124 (Energiemanagement – Grundlagen und Leistungsbild) und den Richtlinien 190 und 330, indem es Entscheidern einen verständlichen Einstieg in das Thema ermöglicht.

Zielgruppen- Das White Paper adressiert verschiedene Akteursgruppen:

  • Betreiber und Eigentümer von Immobilien: Sie tragen die Verantwortung für einen rechtskonformen und wirtschaftlichen Gebäudebetrieb.

  • Facility‑Management‑Organisationen: Dienstleister und interne Abteilungen, die operative Aufgaben des Energiemanagements übernehmen.

  • Entscheider in Technik, Betrieb, Controlling und Nachhaltigkeit: Führungskräfte, die strategische Vorgaben, Budgetentscheidungen und Nachhaltigkeitsziele festlegen.

Ziel des Energiemanagements im FM‑Kontext- Ein Energiemanagementsystem im Facility Management verfolgt mehrere Ziele:

  • Transparenz: Verbrauchs‑ und Kostendaten werden detailliert erfasst und analysiert.

  • Kostenreduktion: Optimierungen der Anlagentechnik und Nutzungsprozesse senken Energie‑ und Betriebskosten.

  • Nachhaltigkeit: Durch Effizienzsteigerungen sinken Treibhausgasemissionen; ESG‑Strategien und Klimaziele werden unterstützt.

  • Rechtskonformität: Gesetzliche Betreiberpflichten (z. B. energetische Inspektionen, Energieaudits) werden erfüllt.

Ausgangslage im Gebäudebetrieb

Gebäude gelten als einer der größten Energieverbraucher: Rund 35 % des deutschen Endenergieverbrauchs entfallen auf die Gebäudebewirtschaftung, was jährliche Kosten von etwa 65 Milliarden Euro und fast 190 Millionen Tonnen CO₂ verursacht. Energie ist damit ein wesentlicher Kostenfaktor über den gesamten Lebenszyklus. Die Wechselwirkung zwischen Nutzerverhalten, Gebäudetechnik und Organisation ist komplex; ohne systematisches Energiemanagement kommt es häufig zu mangelnder Verbrauchstransparenz, fehlenden Mess‑ und Zähleinrichtungen, nicht optimal betriebenen Anlagen und unklaren Verantwortlichkeiten.

Entscheidungskriterien für die Einführung- Ob ein Energiemanagementsystem eingeführt wird, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Größe und Struktur des Immobilienportfolios: Ein umfangreiches Portfolio mit unterschiedlichen Nutzungsarten (Büro, Produktion, Schule etc.) weist hohe Einsparpotenziale auf; übergreifende Systeme schaffen Vergleichbarkeit.

  • Energieintensität der Nutzung: Hohe Strom‑ oder Wärmeverbräuche (z. B. in Rechenzentren oder Produktionsstätten) erhöhen die Wirtschaftlichkeit eines Energiemanagements.

  • Organisatorische Reife: Unternehmen mit etablierten FM‑Prozessen und Managementsystemen (ISO 9001, ISO 14001) können Energiemanagement leichter integrieren; bei geringer Reife sind externe Partner sinnvoll.

Nutzenperspektiven für Betreiber

Betrachtungsebene

Typischer Nutzen

Wirtschaftlich

Reduzierung laufender Energiekosten durch optimierten Betrieb und Energieeinkauf

Technisch

Optimierung der Anlagenregelung, prädiktive Wartung und längere Lebensdauer

Organisatorisch

Klare Zuständigkeiten, definierte Prozesse und Schnittstellen

Rechtlich

Nachweisführung gegenüber Behörden, Erfüllung gesetzlicher Betreiberpflichten (z. B. Energieaudits, energetische Inspektionen)

Strategisch

Unterstützung von ESG‑ und Nachhaltigkeitszielen, Verbesserung der Reputation

Gesetzliche Anforderungen im Energiemanagement

Deutsche Gesetze und Verordnungen verpflichten Betreiber, den Energieverbrauch in Gebäuden transparent zu machen und nachweislich zu optimieren.

Wichtige Bestimmungen sind:

  • Gebäudeenergiegesetz (GEG): § 6 GEG ermächtigt die Bundesregierung, per Verordnung die Erfassung des Energieverbrauchs von heizungs‑, kühl‑ und raumlufttechnischen Anlagen sowie die regelmäßige Information der Nutzer zu regeln. Demnach müssen Energieverbräuche gemessen, Betriebskosten verbrauchsabhängig verteilt und Benutzer regelmäßig, verständlich und datenschutzkonform über Verbrauchsdaten und Einsparmöglichkeiten informiert werden. § 74–77 GEG verpflichten Betreiber von Klimaanlagen mit einer Kälteleistung über 12 kW zu energetischen Inspektionen durch fachkundige Personen in festgelegten Intervallen.

  • Energieeffizienzgesetz (EnEfG 2023): Unternehmen mit einem durchschnittlichen Gesamtenergieverbrauch über 7,5 GWh pro Jahr müssen ein Energie‑ oder Umweltmanagementsystem nach ISO 50001 oder EMAS einführen; ab 2,5 GWh müssen sie Umsetzungspläne für wirtschaftliche Endenergieeinsparmaßnahmen erstellen und veröffentlichen.

  • Energiedienstleistungsgesetz (EDL‑G): Alle Unternehmen, die nicht als kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) im Sinne der EU‑Definition gelten (d. h. ≥ 250 Mitarbeiter oder Umsatz > 50 Mio. € bzw. Bilanzsumme > 43 Mio. €), müssen gemäß § 8a EDL‑G spätestens alle vier Jahre ein Energieaudit nach DIN EN 16247‑1 durchführen. Die Erstpflicht bestand zum 5. Dezember 2015. Die Pflicht entfällt, wenn ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 oder ein Umweltmanagement nach EMAS betrieben wird

  • Energetische Inspektionen nach DIN SPEC 15240: Betreiber von Klimaanlagen > 70 kW müssen die Inspektionen nach dieser Norm durchführen lassen.

Relevante Normen und Richtlinien- Neben gesetzlichen Vorgaben spielen Normen und branchenspezifische Richtlinien eine zentrale Rolle:

  • DIN EN ISO 50001:2018: Diese internationale Norm definiert Anforderungen an ein Energiemanagementsystem. Sie basiert auf der High‑Level‑Structure der ISO‑Managementsysteme und betont die Verantwortung der obersten Leitung, die Integration energetischer Fragestellungen in strategische Prozesse und den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (Plan‑Do‑Check‑Act).

  • DIN EN 16247‑1: Diese Norm legt die Anforderungen an Energieaudits fest, die im Rahmen des EDL‑G durchzuführen sind.

  • EMAS (Verordnung (EG) Nr. 1221/2009): Das Eco‑Management‑and‑Audit‑Scheme ist ein freiwilliges Umweltmanagementsystem, das als Alternative zur ISO 50001 staatliche Vorteile ermöglicht..

GEFMA‑Richtlinien:

  • GEFMA 124 beschreibt Grundlagen und Leistungsbilder des Energiemanagements.

  • GEFMA 190 regelt Betreiberverantwortung im Facility Management und hebt die Pflicht zur rechtskonformen Organisation hervor.

  • GEFMA 330 behandelt zivilrechtliche Haftung und Versicherung im Facility Management.

Bedeutung für das Facility Management

Facility‑Manager tragen die Verantwortung für die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen. Dazu gehört die Pflege einer aktuellen Datenbasis, die Durchführung und Dokumentation von Inspektionen und Audits sowie die Einhaltung des Datenschutzes. Energiemanagement greift in andere Managementsysteme (Arbeitsschutz, Umwelt‑, Qualitätsmanagement) ein, weshalb Schnittstellen und wechselseitige Abhängigkeiten berücksichtigt werden müssen. Bei externen Audits (z. B. ISO‑Zertifizierungen, Compliance‑Prüfungen) ist das Energiemanagement integraler Bestandteil des Nachweises.

Begriffsdefinition Energiemanagement

Energiemanagement ist der systematische Ansatz zur kontinuierlichen Verbesserung der energiebezogenen Leistung einer Organisation. Es umfasst die planmäßige Steuerung von Energieeinsatz und ‑verbrauch über alle Ebenen des Unternehmens. Gemäß ISO 50001 verpflichtet sich die oberste Leitung, eine Energiepolitik festzulegen und den Plan‑Do‑Check‑Act‑Zyklus anzuwenden, um Chancen zu identifizieren, Risiken zu minimieren und dauerhafte Effizienzsteigerungen zu erreichen.

Kernelemente eines Energiemanagementsystems

Systemelement

Inhaltliche Beschreibung

Energiepolitik

Leitlinie des Unternehmens zur effizienten Nutzung von Energie; dokumentierte Absicht und Ausrichtung der Geschäftsführung.

Energieziele

Quantitative und qualitative Zielgrößen (z. B. Reduktion des spezifischen Energieverbrauchs um x % oder Ausbau erneuerbarer Energien im Portfolio).

Organisation

Festgelegte Rollen, Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten; Ernennung eines Energiemanagementbeauftragten oder -teams.

Datengrundlage

Strukturierter Mess‑ und Zählplan; Erfassung aller Energiearten (Strom, Wärme, Kälte) und relevanter Betriebsdaten; regelmäßige Datenvalidierung.

Maßnahmen

Technische Optimierungen (Anlagenmodernisierung, Regelungsanpassung), organisatorische Maßnahmen (Nutzerschulung, Lastmanagement) und investive Projekte.

Kontrolle

Laufendes Monitoring, Energiekennzahlen (Key Performance Indicators), Berichte und Management‑Reviews; Umsetzung des PDCA‑Zyklus.

Abgrenzung zu rein technischen Maßnahmen

Energiemanagement ist mehr als der Austausch einzelner Komponenten. Während technische Maßnahmen (z. B. effizientere Pumpen oder Beleuchtung) kurzfristig Energie einsparen, stellt das Energiemanagement eine Führungs‑ und Organisationsaufgabe dar. Es integriert Zieldefinition, Verantwortung, Dokumentation, interne Kommunikation und kontinuierliche Verbesserung und bindet technische Optimierungen in einen strukturierten Prozess ein.

Einstieg und Bestandsaufnahme

Der erste Schritt ist die Analyse der bestehenden Energieverbräuche. Dazu gehören die Auswertung von Energierechnungen, die Identifikation der Hauptverbraucher und die Bewertung der vorhandenen Zähler‑ und Datenerfassungsinfrastruktur. Gebäude, Anlagen und Prozesse mit hohem Verbrauch werden priorisiert. Bei der Erarbeitung der Energiepolitik sollten Geschäftsleitung und Fachabteilungen eingebunden werden, eine verantwortliche Person benannt und vorhandene Ressourcen (zeitlich, personell, technisch) bewertet werden.

Aufbau von Strukturen und Prozessen

Im zweiten Schritt werden Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege festgelegt. Das Energiemanagement wird in die bestehende FM‑Organisation integriert, indem Schnittstellen zu Controlling, Einkauf und Nutzervertretung definiert werden. Kommunikationswege (Berichte, Meetings) und Eskalationsprozesse werden festgelegt, um Transparenz und schnelle Reaktion sicherzustellen.

Datenerfassung und Monitoring

Die Auswahl geeigneter Mess‑ und Erfassungssysteme bildet das Rückgrat des Energiemanagements. Neben Hauptzählern werden Sub‑Metering und intelligente Zähler eingesetzt, um Verbräuche auf Anlagen‑ und Nutzerebene zu erfassen. Aus den Daten werden Energiekennzahlen (z. B. kWh/m², kWh/Produktionseinheit) gebildet. Software‑gestützte Dashboards ermöglichen ein kontinuierliches Monitoring; regelmäßige Auswertungen und Berichte an die Geschäftsleitung sichern die Umsetzung der Maßnahmen.

Die Analyse der Daten führt zu konkreten Maßnahmen, die nach Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit priorisiert werden:

  • Technische Maßnahmen: Optimierung der Regelstrategie, Anpassung von Sollwerten, Modernisierung der Gebäudeautomation, Austausch ineffizienter Anlagen. Energetische Inspektionen von Klimaanlagen und Prüftätigkeiten nach GEG werden durchgeführt.

  • Organisatorische Maßnahmen: Nutzerschulungen, Anpassung von Betriebszeiten, Einführung von Lastmanagement, vertragliche Optimierung des Energieeinkaufs.

Die Maßnahmen werden in kurz‑, mittel‑ und langfristige Projekte gegliedert und gemeinsam mit FM‑Dienstleistern und Fachplanern umgesetzt.

Kontinuierliche Verbesserung

Energiemanagement ist ein zyklischer Prozess. Die Erreichung der definierten Energieziele wird regelmäßig überprüft; Abweichungen dienen als Lernquelle für die Anpassung von Zielen und Maßnahmen. Das System wird durch interne Audits, Managementbewertungen und externe Zertifizierungen fortlaufend verbessert. Neue gesetzliche Anforderungen (z. B. geänderte Grenzwerte, zusätzliche Mess‑ oder Berichtspflichten) müssen integriert werden.

Kostenarten im Energiemanagement

Kostenkategorie

Typische Inhalte

Einmalige Kosten

Analyse der Ausgangssituation, Konzepterstellung, Aufbau der Mess‑ und Zählerinfrastruktur, Software‑Lizenzierung

Laufende Kosten

Monitoring, Datenanalyse, Reporting, Pflege der Infrastruktur, Schulungen, Zertifizierungs‑ und Auditgebühren

Interne Kosten

Personalaufwand innerhalb des Facility Managements für Koordination, Datenerfassung und Umsetzung

Die Höhe der Kosten hängt von der Größe und Komplexität des Portfolios ab. Eine klare Unterscheidung zwischen Grundleistungen (Pflichtaufgaben) und Sonderleistungen (optionale Services) erleichtert das Budgetmanagement.

Wirtschaftlicher Nutzen

  • Einsparungen: Reduzierter Energieverbrauch senkt laufende Kosten; prädiktive Betriebsführung und Wartung erhöhen die Anlagenverfügbarkeit und vermeiden Fehlbetrieb.

  • Vermeidung von Risiken: Durch rechtssichere Dokumentation werden Bußgelder und Haftungsrisiken minimiert; Energieeinkauf kann durch professionelle Vertragsgestaltung optimiert werden.

  • Förderungen: Staatliche Förderprogramme (z. B. BAFA‑Förderung für Initial‑ und Detailberatung) unterstützen die Investition in Energiemanagementsysteme.

Strategischer Mehrwert

Ein Energiemanagementsystem stärkt die Nachhaltigkeitsstrategie und erhöht die Transparenz gegenüber Stakeholdern. Es verbessert die Entscheidungsgrundlagen für Investitionen, unterstützt ESG‑Berichterstattung und trägt zur langfristigen Werterhaltung von Immobilien bei. Durch die gesteigerte Energieeffizienz wird die Reputation gegenüber Kunden und Mitarbeitern verbessert.

FM als operativer Umsetzer

Facility‑Management‑Unternehmen besitzen Detailkenntnisse über Immobilien und Prozesse und können daher die Aufgaben des Energiemanagements maßgeblich unterstützen. Sie erfassen und analysieren Verbräuche, entwickeln Optimierungsvarianten und setzen Maßnahmen um. Verantwortlich sind sie für den ordnungsgemäßen Betrieb von Anlagen, das Datenmanagement und die Umsetzung von technischen und organisatorischen Maßnahmen.

FM als Schnittstelle

Facility Management verbindet Eigentümer, Nutzer und Technik. Es koordiniert interne und externe Beteiligte, stimmt sich mit Controlling, Einkauf und Management ab und sorgt für die Integration des Energiemanagements in bestehende Verträge und Prozesse. FM‑Mitarbeiter fungieren als Ansprechpartner für Auditoren, Behörden und Nutzer.

Energiemanagement als Bestandteil professioneller FM‑Leistungen

Ein systematisches Energiemanagement ist integraler Bestandteil professioneller Betreiberkonzepte. Es trägt zur langfristigen Werterhaltung von Immobilien bei, verbessert die Nutzerzufriedenheit und unterstützt die Vermarktung der Immobilie durch nachweislich niedrige Betriebskosten und einen nachhaltigen Betrieb. Energiemanagement stärkt somit die Wettbewerbsfähigkeit von FM‑Dienstleistern und Eigentümern.

Kernaussagen des White Papers

  • Relevanz für nahezu alle Betreiber: Angesichts steigender Energiepreise, strenger Regulatorik und ambitionierter Klimaziele ist Energiemanagement für die meisten Gebäudebetreiber und Eigentümer relevant.

  • Systematik und Organisation sind entscheidend: Der Erfolg hängt von klaren Zielsetzungen, definierten Prozessen, Verantwortlichkeiten und einer zuverlässigen Datenbasis ab.

  • Wirtschaftlicher Nutzen entsteht durch Kontinuität: Einsparungen und Effizienzgewinne realisieren sich langfristig; ein dauerhaft betriebenes Energiemanagementsystem amortisiert sich in überschaubarer Zeit.

Empfehlungen für die Praxis

  • Schrittweiser Einstieg: Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme und Pilotobjekten, bevor das System auf das gesamte Portfolio ausgedehnt wird.

  • Integration in bestehende Strukturen: Nutzen Sie vorhandene FM‑Organisationen und Managementsysteme als Basis; benennen Sie einen Energiemanagementbeauftragten.

  • Fokus auf Transparenz, Messbarkeit und Verbesserung: Investieren Sie in Mess‑ und Monitoringtechnik, erstellen Sie Energiekennzahlen und nutzen Sie die Ergebnisse für kontinuierliche Verbesserungen.

  • Rechtliche Verpflichtungen beachten: Planen Sie frühzeitig Energieaudits, energetische Inspektionen und Berichterstattungen ein, um Fristen und Nachweispflichten einzuhalten.

Bedeutung für die Weiterentwicklung des Facility Managements

Energiemanagement ist ein integraler Bestandteil moderner FM‑Strategien und fördert den nachhaltigen, wirtschaftlichen Gebäudebetrieb. Durch die Bündelung von Energie‑, Nachhaltigkeits‑ und Betreiberverantwortung stärkt es die Rolle des Facility Managements als strategischer Partner von Eigentümern und Nutzern. Die Integration von Energiemanagementsystemen bildet die Grundlage für klimaneutrale Gebäude und zukunftsfähige Betreiberorganisationen.